Das IAW gratuliert Dominik Wolant zum sehr guten Abschluss

Dominik Wolant arbeitet als (B.A.) Sozialpädagoge für die Diakonische Stiftung Wittekindshof. Im Dezember 2025 hat er den Studiengang M.A. Organizational Management erfolgreich abgeschlossen.
Sie haben Ihren Bachelor an der Evangelische Hochschule in Bochum absolviert und im Anschluss den M.A. Organizational Management. Wie kam es dazu, dass Sie sich für ein berufsbegleitendes Studium an der Ruhr-Universität Bochum entschieden haben?
Nach meinem Bachelorstudium war mir wichtig, mich fachlich breiter aufzustellen und meine Perspektiven über das klassische sozialpädagogische Tätigkeitsfeld hinaus zu erweitern. Der berufsbegleitende Masterstudiengang Organizational Management bot mir die ideale Möglichkeit, meine sozialwissenschaftliche Grundlage mit management- und organisationsbezogenen Kompetenzen zu verbinden und mich parallel beruflich weiterzuentwickeln.
Wie konnten Sie theoretische Konzepte in Ihren beruflichen Kontext einbringen?
Die im Studium vermittelten theoretischen Konzepte konnte ich nahtlos in meinen beruflichen Alltag als sozialpädagogischer Betreuer in einer Wohngruppe für psychisch und geistig eingeschränkte Jugendliche einbringen. Insbesondere Inhalte zu Organisationsstrukturen, Kommunikation, Rollenklärung und Prozessgestaltung haben mir geholfen, Arbeitsabläufe bewusster zu reflektieren und konstruktiv mitzugestalten.
Beruf und Studium zu vereinbaren, ist sicherlich eine große Herausforderung. Wie haben Sie diese gemeistert?
Die Vereinbarkeit von Beruf und Studium war durchaus herausfordernd, ließ sich für mich jedoch gut bewältigen. Ich habe bewusst in Teilzeit gearbeitet, was mir ermöglichte, mich fokussiert mit den Studieninhalten auseinanderzusetzen.
Gleichzeitig konnte ich die im Studium erlernten Konzepte unmittelbar in meinen beruflichen Alltag integrieren. Diese enge Verzahnung von Theorie und Praxis hat mir nicht nur das Lernen erleichtert, sondern auch einen spürbaren Mehrwert für meine berufliche Tätigkeit geschaffen.
Thema Ihrer Masterarbeit war „Optimierung der Schichtübergabe in der Kinder- und Jugendhilfe durch die ISBAR-Methode.“ Was genau interessiert Sie daran?
Besonders interessiert hat mich die Möglichkeit, ein bestehendes Kommunikationsinstrument wie die ISBAR-Methode gezielt an die Anforderungen der Kinder- und Jugendhilfe anzupassen. Im Rahmen meiner Masterarbeit habe ich ISBAR auf Grundlage von Interviews und praxisnahen Analysen weiterentwickelt und in den bestehenden Arbeitskontext integriert.
Dadurch konnten die Schichtübergaben strukturierter, verständlicher und passgenauer gestaltet werden. Die Adaption der Methode führte zu spürbaren Verbesserungen im Arbeitsalltag und wurde von meinen Kolleginnen als echte Entlastung wahrgenommen. Die Verbindung von wissenschaftlicher Vorgehensweise und konkretem Nutzen für die Praxis war für mich besonders motivierend.
Warum ist das Thema in Ihrem Unternehmen derzeit so aktuell und wie kann ihr Team von den Ergebnissen der Masterarbeit profitieren?
Das Thema ist in meiner Einrichtung aktuell, weil Schichtübergaben eine zentrale Rolle für die Qualität der Betreuung spielen. Klare, strukturierte Übergaben sind entscheidend, um Informationen vollständig und verständlich weiterzugeben und dadurch Fehler oder Missverständnisse zu vermeiden.
Durch die Ergebnisse meiner Masterarbeit, die Adaption und Integration der ISBAR-Methode, profitiert das Team direkt. Die Übergaben sind nun strukturierter und effizienter, was den Alltag erleichtert, die Zusammenarbeit stärkt und die Betreuung der Jugendlichen qualitativ verbessern kann.
Welche Tipps geben Sie den Leuten, die auch überlegen, diesen Studiengang zu absolvieren?
Mein Tipp an alle, die überlegen, den Studiengang zu absolvieren, wäre: Nehmt euch bewusst Zeit für das Studium und genießt den Lernprozess. Der Master ist sehr praxisnah gestaltet – durch viele Coachings, Präsentationen und Praxisprojekte habt ihr die Möglichkeit, aktiv zu lernen und euch persönlich weiterzuentwickeln.
Es lohnt sich, den eigenen Raum einzunehmen, Ideen einzubringen und die Erfahrungen der Lehrenden und Kommiliton:innen zu nutzen. Wer sich darauf einlässt, kann viel aus dem Studium mitnehmen – sowohl fachlich als auch persönlich.
Wenn Sie nun auf Ihre Studienzeit zurückblicken, welches Highlight im Studium bliebt Ihnen ganz besonders in Erinnerung?
Rückblickend war für mich besonders das Miteinander unter den Studierenden ein Highlight. Besonders bei der Ausarbeitung der Coachings und während der Praxiswochen habe ich die Unterstützung und den Zusammenhalt innerhalb der Gruppe sehr geschätzt. Es war motivierend zu erleben, wie wir gemeinsam Herausforderungen angegangen und Lösungen erarbeitet haben.
Diese Teamarbeit hat das Studium für mich sehr bereichert und bleibt mir besonders in Erinnerung.
Jetzt haben Sie den M.A. Organizational Management in der Tasche. Wie geht es für Sie nun weiter? Welche Pläne haben Sie?
Nach dem Abschluss des M.A. Organizational Management möchte ich mich gezielt in Richtung Projektmanagement und Innovation weiterentwickeln. Mein Ziel ist es, in sozialen Organisationen Führungsverantwortung zu übernehmen und Prozesse aktiv mitzugestalten, um sowohl die Strukturen als auch die Angebote für die Zielgruppen nachhaltig zu verbessern. Der Master hat mir dafür die fachlichen und methodischen Grundlagen vermittelt, die ich nun in der Praxis einbringen möchte.
Vielen Dank und alles Gute





