Das IAW gratuliert Maik Deinert zum sehr guten Abschluss

Maik Deinert arbeitet als Verkaufsleiter für Lidl. Im August 2025 hat er den Studiengang M.A. Organizational Management erfolgreich abgeschlossen.
Sie haben Ihren Bachelor an der Helmut-Schmidt Universität in Hamburg absolviert und im Anschluss den M.A. Organizational Management. Wie kam es dazu, dass Sie sich für ein berufsbegleitendes Studium an der Ruhr-Universität Bochum entschieden haben?
Zum Zeitpunkt als ich mich mit dem Start eines möglichen Masterstudiums auseinandergesetzt habe, war ich Vollzeit im öffentlichen Dienst berufstätig. Ein Vollzeitstudium kam für mich daher nicht in Frage. Das berufsbegleitende Studium an der Ruhr-Universität Bochum hat mich vor allem deshalb überzeugt, weil die Pflichttermine zum größten Teil am Wochenende stattgefunden haben und weil in den bereits existierenden Erfahrungsberichten ehemaliger Studenten von einem starken Praxisbezug berichtet wurde. Hier wurde ich nicht enttäuscht, sondern habe genau das bekommen, was im mir von dem Studiengang erhofft habe.
Wie konnten Sie theoretische Konzepte in Ihren beruflichen Kontext einbringen?
In meiner beruflichen Tätigkeit gab es immer wieder Situationen, in denen ich mich an die theoretisch vermittelten Konzepte innerhalb des Studiengangs zurückerinnert habe, oder Verknüpfungen zu Ihnen herstellen konnte. Veränderungen im beruflichen Kontext wirken sich aktuell stärker denn je und in immer kürzeren Abständen auf Beschäftigte und ihre Arbeitstätigkeiten aus, das habe auch ich in den letzten Jahren gemerkt. In diesem Zusammenhang haben mir die Studieninhalte oft geholfen, indem sie mich in bestehenden Handlungsweisen bestätigt haben, oder mir ein passendes Framework für die Bewältigung organisationaler Veränderung sowie die Führung meiner Mitarbeitenden geliefert haben.
Beruf und Studium zu vereinbaren, ist sicherlich eine große Herausforderung. Wie haben Sie diese gemeistert?
Zunächst einmal möchte ich allen meinen Respekt aussprechen, die sich entschließen diesen Weg zu gehen. Es stimmt, dass ein berufsbegleitendes Studium nicht einfach ist und mitunter viel Engagement, aber auch Entbehrungen mit sich bringen kann. Wie jeder Studiengang, setzt auch der M.A. Organizational Management eine gewisse Begeisterungsfähigkeit für die dort vermittelten Inhalte voraus. Darüber hinaus hat mir zum einen der intensive Austausch mit meinen Mitstudierenden sowie den Lehrkräften geholfen. Zum anderen habe ich mich von Tag eins an mit den zur Verfügung gestellten Lehrmaterialien auseinandergesetzt, um vor der Welle zu bleiben und mich so früh wie möglich auf anstehende Klausuren vorzubereiten.
Thema Ihrer Masterarbeit war „KI in der Seminarkoordination – Arbeitsprozessgestaltung und Rollenentwicklung am Beispiel der Caritas-Akademie in Köln“ Was genau interessiert Sie daran?
Mit dem Start von ChatGPT im November 2022 war KI plötzlich in aller Munde und hat in Windeseile Einzug in den täglichen Gebrauch bei den meisten Menschen meiner Generation – und darüber hinaus – erhalten. Fast im gleichen Atemzug wurde auch im Beruf darüber diskutiert wie ChatGPT oder andere KI Modelle dazu beitragen könnten, dass Effizienz- und Produktivitätsgewinne erzielt werden könnten. Da ich mich privat auch daran ausprobiert habe, war ich schnell von der Idee überzeugt, dass das Thema meiner Masterarbeit auch einen Bezug zur Implementierung von KI in das Arbeitsumfeld haben sollte. Hinzu kam, dass ich andere absolvierte Module wie bspw. „Entscheidungsunterstützungssysteme und KI“ als sehr interessant empfand und mir gut vorstellen konnte, tiefer in die Materie einzusteigen.
Warum ist das Thema in Ihrem Unternehmen derzeit so aktuell und wie kann ihr Arbeitgeber von den Ergebnissen der Masterarbeit profitieren?
Lidl stellt ein Konzeptunternehmen dar. Das heißt, dass der absolute Großteil der Prozesse standardisiert nach eindeutig festgelegten Regeln abläuft. Somit soll sichergestellt werden, dass es für den Kunden egal ist, ob er im Norden oder im Süden Deutschlands eine unserer Filialen betritt, überall soll er das gleiche Einkaufserlebnis erhalten. Vor kurzem hat Lidl ein Sprachmodell für den internen Gebrauch zur Nutzung veröffentlicht, welches unter anderem mit den vorhandenen Konzepten trainiert wurde. Hierdurch wird mein Arbeitsalltag enorm erleichtert, da es mir ermöglicht unterschiedlichste Sachverhalte in kürzester Zeit nachzuschlagen, statt diese aufwändig in den verschiedenen Konzepten zu suchen. Ich würde mich freuen, wenn die Ergebnisse meiner Masterarbeit bei zukünftigen Projekten einen Beitrag zur Implementierung entsprechender KI-Modelle liefern könnten. Gleiches gilt selbstverständlich für die Caritas-Akademie in Köln.
Welche Tipps geben Sie den Leuten, die auch überlegen, diesen Studiengang zu absolvieren?
Insbesondere vor dem Hintergrund, dass es sich um einen berufsbegleitenden Studiengang handelt, rate ich den Leuten sich diesen Umstand vor Beginn unbedingt bewusst zu machen und in sich hinein zu horchen, ob das Studium mit Familie und Beruf für sie vereinbar ist. Wer das bejahen kann, kann sich voll auf den Studiengang einlassen. Besonders gilt das für den starken Praxisbezug, der vor allem in den Praxiswochen zu tragen kommt. Es ist wichtig Rahmenbedingungen zu schaffen, damit ausreichend Zeit hierfür zur Verfügung steht und man sich so gut es geht in die Projektarbeit einbringen kann. Die Praxiswoche sollte als Chance verstanden werden, sich und seine erarbeiteten Ergebnisse vor erfahrenden Leuten aus verschiedenen Unternehmen präsentieren zu dürfen.
Wenn Sie nun auf Ihre Studienzeit zurückblicken, welches Highlight im Studium bliebt Ihnen ganz besonders in Erinnerung?
Für mich gibt es zwei Aspekte, die einen besonderen Mehrwert innerhalb des Studiums dargestellt haben. Das waren zum einen die Praxiswochen, in denen man das Gelernte anwenden musste und gleichzeitig extrem spannende Einblicke in reale Problemstellungen innerhalb verschiedener Unternehmen bekam. Zum anderen die Professorinnen und Professoren, bzw. die weiteren Mitarbeitenden des IAW und die vielen Mitstudierenden, die ich während der Studienzeit kennenlernen durfte. Ich stehe nach wie vor mit einigen von ihnen in Kontakt und habe ein tolles Netzwerk mit ihnen knüpfen können.
Jetzt haben Sie den M.A. Organizational Management in der Tasche. Wie geht es für Sie nun weiter? Welche Pläne haben Sie?
Nach dem Abschluss des M.A. folgte selbstverständlich erstmal eine kurze Verschnaufpause, in der ich neue Kräfte gesammelt und den abgeschlossenen Studiengang revue passieren lassen habe. Aktuell heißt es für mich volle Konzentration auf meine Tätigkeit als Verkaufsleiter bei Lidl – Mitte des Jahres steht für mich ein neues Kapitel im Raum Stuttgart an. Das Gelernte kann ich dabei vielfältig anwenden, sei es bei der Auswahl und Entwicklung von Personal, bei dessen Führung oder bei der gemeinsamen Gestaltung spannender Veränderungsprozesse.
Vielen Dank und alles Gute





